Im Jahr 1996 bin ich in die SPD eingetreten, weil ich Helmut Kohl und die fortschreitende Verarmung und Ausgrenzung immer größerer Bevölkerungsteile nicht mehr ertragen konnte. Aktiv und gemeinsam mit anderen wollte ich dafür streiten, dass diese Regierung abgewählt wird und Solidarität wieder einen anderen Stellenwert bekommt.

Meine beiden wichtigsten politischen Ziele sind die gerechtere Verteilung des großen Wohlstands in unserem Land und auf der Welt und das Schaffen gleicher Bildungs- und Lebenschancen für alle Menschen.

In Friedrichshain-Kreuzberg leben die Menschen mit dem (durchschnittlich) geringsten Haushaltsnettoeinkommen der Stadt. Viele Menschen sind ohne Arbeit. Gerade für die Menschen in unserem Bezirk ist es deshalb wichtig, dass der Staat stark und handlungsfähig ist. Dass er gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Dafür setze ich mich auch im Abgeordnetenhaus ein.

Die schwierige Haushaltslage in Berlin zwingt uns zu einer Gradwanderung: zwischen notwendiger Konsolidierung auf der einen Seite und dem ebenso notwendigen Erhalt sozialer Infrastruktur sowie Investitionen in Zukunfts- und Bildungschancen auf der anderen Seite. Für mich ist dabei klar: Auf keinen Fall dürfen wir auf Kosten der Teilhabe- und Zukunftschancen der Menschen in den sozial schwachen Bezirken sparen.

Weitere Privatisierungen, z.B. von Wohnungsbaugesellschaften, sehe ich deshalb sehr skeptisch. Wichtig für die Menschen in Friedrichshain-Kreuzberg ist, dass es uns endlich gelingt, den fatalen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen zu durchbrechen.